Catholicism Wow Eine größere Sünde als häretisch zu sein, ist es, langweilig zu sein.

Startseite
Material
Klamotten

Comics

Musik

Links


25. Januar 2009  Machen Sie sich keine Sorgen und genießen Sie Ihr Leben.



Link | drei Kommentare



22. Januar 2009  Jesus ist ein Freund von mir Wenn Patrick und Spongebob sich einer freikirchlichen Gemeinde anschließen und versuchen auch Thaddäus zu bekehren, dann bin ich mir absolut sicher, daß sie gemeinsam genau dieses Lied singen werden:



Der Style der Gruppe "Sonseed" ist zwar ein wenig ... ähm ... 70eresk, aber das Video ist ja auch aus den Siebzigern. Mehr Infos und Videos auf [jesusismyfriend.info].

Gefunden bei [credo ut intelligam].

Link | Kommentar



17. Januar 2009  Obey Dei Hier war eine wirklich schwierige Entscheidung zu treffen zwischen der besonderen Erzbischof-Dyba-Verehrung dieses Blogs und einer Reminiszenz an diejenigen meiner Leserinnen und Leser, die dem Werke Gottes in Gehorsam zugetan sind.
Schlußendlich setzte sich dann doch das urkatholische Prinzip des "Et Et" durch und so präsentiert Catholicism Wow nun die Gründer-Ikone, die fürderhin jedes Studienhaus und jedes Studierzimmer derjenigen zieren sollte, die der weltweiten Familie des Heiligen Josefmaria zugehörig sind.

Obey Josemaria Escriva

Obey Escriva auf [obamaiconme].

Link | zwei Kommentare



 Johannes Dyba Heiligenbildchen

Johannes Dyba Heiligenbildchen

Erstellt mit [obamaiconme], nach diesem Hinweis.

Link | Kommentar



06. Januar 2009  Father Elijah

Michael O'Brien: Father Elijah

"Father Elijah"
von Michael O'Brien trägt den Untertitel "Eine Apokalypse" und macht damit bereits deutlich, auf welches Ende der Roman zusteuert: den Untergang der Welt. Und zwar den tatsächlichen und unwiderruflichen Untergang der Welt, den man mit dem Begriff Apokalypse verband, bevor Bücher und Filme des "postapokalyptischen" Genre darunter nicht mehr das Ende der Welt, sondern "The End of the World As We Know It" verstanden.
Das Ende der Welt bei Michael O'Brien ist das Ende der Welt, wie es der Apostel Johannes in der Offenbarung beschreibt. "Father Elijah" ist also ein Endzeitroman. Ursprünglich 1996 herausgekommen, ist er somit die katholische Antwort auf die weit spektakulärere evangelikale Endzeitserie "Left Behind", die sich in Amerika lange Zeit in den Bestsellerlisten halten konnte. Während der amerikanische Erfolg der evangelikalen Endzeitversion auch in Deutschland unter dem Titel "Finale" einige Leser bescherte, blieb "Father Elijah" in Deutschland praktisch völlig unbemerkt, obwohl er es in Amerika auf die Bestsellerlisten schaffte.

Deutsche Ausgabe im fe-Verlag

Nun veröffentlicht der fe-Verlag das Buch in der Übersetzung von Gabriele Kuby endlich auch auf Deutsch. Während er früher für sehr fromme Literatur mit sehr grauenhaftem Titellayout bekannt war, hat der katholische Kleinstverlag hier alles richtig gemacht: das Buch sieht mit und ohne Schutzumschlag ordentlich aus und könnte so auch von einem großen deutschen Verlag stammen, falls es neben Random House überhaupt noch einen anderen großen deutschen Verlag gibt. Die teilweise tatsächlich irreführende Vertauschung der Anführungszeichen, die der Rezensent der "Karl Leisner Jugend" zu recht bemängelt, schmälern die Leistung des fe-Verlags, für den Preis eines größeren Taschenbuchs ein umfangreiches gebundes Buch herausgebracht zu haben, in keiner Weise.

Sehr heutige Zukunft

Michael O'Briens Apokalypse spielt in einer "Zukunft, die sehr heutig ist", wie Alexander Kissler von der Süddeutschen Zeitung in der einzigen mir bekannten Rezension des Romans bemerkt, genauer noch in einer vom Zeitpunkt der Veröffentlichung aus gedachten nicht allzuferner Zukunft. Ungefähr also in einem von 1996 aus erdachten fiktiven 1998: Johannes Paul II. ist Papst und Josef Ratzinger Präfekt der Glaubenskongregation.
In dieser Zeit schickt sich der charismatische und überaus mächtige Präsident der Europäischen Union an, der Welt unter dem Banner einer säkularen und humanistischen, aber spirituell aufgeladenen Welteinheitsbewegung den Frieden zu bringen. Der Papst erkennt die Gefahr, die sich hinter diesem scheibar hehren Ziel verbirgt und schickt den Karmeliter Father Elijah zum Präsidenten, um Möglichkeiten der Vermittlung zu sondieren.

Endzeitlicher Kampf in der Kirche

Während die Welt dem Präsidenten zujubelt und sie die Kirche bestenfalls als überholt, wenn nicht als gefährliches Hindernis auf dem Weg zum angekündigten "nächsten Schritt der Evolution" ansieht, entbrennt ein Kampf hinter den Kulissen, der nicht wenigen Verbündeten Father Elijahs das Leben kostet. Dieser endzeitliche Kampf ist jedoch nicht auf die Sphäre der "Welt" beschränkt, denn die Mächte des Antichristen sind schon seit langem auch in die Kirche eingedrungen. Dort versuchen sie, die Kirche von ihrem jahrhundertealten Ballast des Aberglaubens zu befreien, damit die Kirche ihre Bestimmung als Teil der humanistischen Welteinheit verwirklichen kann. Obwohl es immer deutlicher wird, dass tatsächlich das Ende der Welt heraufzieht, sieht man kaum deutliche Eingriffe der übernatürlichen apokalyptischen Gegenspieler, die Hauptverantwortung für das Geschehen liegt bei den menschlichen Protagonisten. Im Gegensatz zu manchen anderen christlich gefärbten Romanen, bleibt hier die göttliche Rettung aus gefährlichen Situationen aus. Das göttliche Eingreifen rettet niemandem das Leben, es sorgt höchstens für notwendige Klärungen. Die Gläubigen und Ungläubigen sind in ihren Handlungen auf sich gestellt, Gebet mag wirksam sein, wie Father Elijah zuweilen andeutet, aber es führt bei Michael O'Brien nicht zum happy end.

Zwischen Satire und Realismus

Wenn O'Brien den Kampf innerhalb der Kirche beschreibt, dann beschränkt er sich nicht auf den unvermeidlichen Kardinal, der zu den Gegnern überläuft, sei es aus Ignoranz oder Opportunismus, sondern schildert auch den "Kampf an der Basis", in dem gläubige Mitarbeiter in der Kirche durch Mobbing und Intrigen, durch dauernde Schikane und sogar gerichtliche Verurteilungen aufgrund gefälschter Beweise psychisch und auch physisch zugrunde gerichtet werden, um ihren Platz mit "offeneren und kritischeren" Leuten besetzen zu können, die eher den Erfordernissen der heutigen Welt und natürlich der Welteinheitsbewegung des Präsidenten entsprichen. Wenn Michael O'Brien im weiteren schildert, wie Priester aufgrund ihres orthodoxen Glaubens in kirchliche "Rehabilitationszentren" beordert werden, in denen ihre Persönlichkeit mit einer Mischung aus albernen und heidnischen Praktiken gebrochen werden sollen, mag manch einer mit Alexander Kissler darin Satire sehen, Michael O'Brien betont hingegen, dass seine Schilderung auf realen Fällen beruht.

Der Roman als intellektuelles Gefecht

Mit der Figur des Father Elijah, der zunächst als Junge den Holocaust knapp überlebt, dann als einflussreicher israelischer Politiker Frau und Kind verliert und nach einer Zeit tiefer Verweiflung schließlich konvertriert und Karmeliterpater im Heiligen Land wird, gelingt es Michael O'Brien, im Fortgang der Handlung die Frage nach dem menschlichen Leid, menschlicher Bosheit und nach dem Handeln Gottes zu behandeln, ohne daß man das Gefühl hat, einen überkonstruierten philosophischen Roman zu lesen, auch wenn der jeweilige weltanschauliche Hintergrund Elijahs Gesprächspartner, seien es nun Gegener oder Gefährten, und damit ihre Funktion im intellektuellen Gefecht des Romans, meist sehr schnell deutlich wird.

Katholischer Mysterythriller

Alexander Kissler nennt den Roman zurecht einen "katholischen Mystery-Thriller", "der zuweilen wie ein gewendeter Dan Brown daherkommt", denn trotz des anspruchsvollen theologischen Hintergrundes ist "Father Elijah"  auch ein gut geschriebener und spannender Roman. Zwar wird man kaum erwarten können, daß er in Deutschland außerhalb der einschlägigen Zirkel ein Erfolg wird, zu wünschen wäre es ihm aber trotzdem.
Und wer sich auf die eine oder andere Weise diesen einschlägigen Zirkeln zugehörig fühlt, sollte das Buch tatsächlich unbedingt lesen, denn es ist eines der wenigen wirklich gelungenen Exemplare orthodoxer katholischer Gegenkultur.

Michael O'Brien, Father Elijah, Kisslegg 2008, 19,80 Euro.



Rezensionen

Alexander Kissler, Der Kardinal und die Yoga-Priester, in: Süddeutsche Zeitung (22. August 2008).
Karl-Leisner-Jugend (Hg.): Buchempfehlungen.


Auszüge aus dem Roman

Der Herr ist nah, meine Brüder. Die Zeit ist nicht mehr weit entfernt!, in: kath.net (1. November 2008).
Meine erste Liebe sind die Heiligen Schriften, in: kath.net (8. November 2008).
Denn vor uns liegt eine Schlacht, in: kath.net (15. November 2008).
Vom Himmel nur Schweigen?, in: kath.net (22. November 2008).
Als wäre das Sein als solches kein Wunder, in: kath.net (29. November 2008).

Link | Kommentar





Geheimarchiv:

nächstes Archiv vorheriges Archiv
01 Nov - 30 Nov 2014
01 Okt - 31 Okt 2014
01 Sep - 30 Sep 2014
01 Aug - 31 Aug 2014
01 Jul - 31 Jul 2014
01 Jun - 30 Jun 2014
01 Mai - 31 Mai 2014
01 Apr - 30 Apr 2014
01 Mär - 31 Mär 2014
01 Feb - 28 Feb 2014
01 Dez - 31 Dez 2013
01 Nov - 30 Nov 2013
01 Okt - 31 Okt 2013
01 Sep - 30 Sep 2013
01 Aug - 31 Aug 2013
01 Jul - 31 Jul 2013
01 Apr - 30 Apr 2013
01 Mär - 31 Mär 2013
01 Feb - 28 Feb 2013
01 Jan - 31 Jan 2013
01 Dez - 31 Dez 2012
01 Nov - 30 Nov 2012
01 Okt - 31 Okt 2012
01 Sep - 30 Sep 2012
01 Aug - 31 Aug 2012
01 Jun - 30 Jun 2012
01 Mär - 31 Mär 2012
01 Feb - 29 Feb 2012
01 Jan - 31 Jan 2012
01 Dez - 31 Dez 2011
01 Nov - 30 Nov 2011
01 Okt - 31 Okt 2011
01 Sep - 30 Sep 2011
01 Aug - 31 Aug 2011
01 Jul - 31 Jul 2011
01 Jun - 30 Jun 2011
01 Mai - 31 Mai 2011
01 Apr - 30 Apr 2011
01 Mär - 31 Mär 2011
01 Feb - 28 Feb 2011
01 Jan - 31 Jan 2011
01 Dez - 31 Dez 2010
01 Nov - 30 Nov 2010
01 Okt - 31 Okt 2010
01 Sep - 30 Sep 2010
01 Aug - 31 Aug 2010
01 Jul - 31 Jul 2010
01 Jun - 30 Jun 2010
01 Mai - 31 Mai 2010
01 Apr - 30 Apr 2010
01 Mär - 31 Mär 2010
01 Feb - 28 Feb 2010
01 Jan - 31 Jan 2010
01 Dez - 31 Dez 2009
01 Nov - 30 Nov 2009
01 Okt - 31 Okt 2009
01 Sep - 30 Sep 2009
01 Aug - 31 Aug 2009
01 Jul - 31 Jul 2009
01 Jun - 30 Jun 2009
01 Mär - 31 Mär 2009
01 Jan - 31 Jan 2009
01 Dez - 31 Dez 2008
01 Nov - 30 Nov 2008
01 Okt - 31 Okt 2008
01 Sep - 30 Sep 2008
01 Aug - 31 Aug 2008
01 Jul - 31 Jul 2008
01 Mai - 31 Mai 2008
01 Apr - 30 Apr 2008
01 Mär - 31 Mär 2008
01 Feb - 29 Feb 2008
01 Dez - 31 Dez 2007
01 Nov - 30 Nov 2007
01 Okt - 31 Okt 2007
01 Sep - 30 Sep 2007
01 Aug - 31 Aug 2007
01 Jul - 31 Jul 2007
01 Jun - 30 Jun 2007
01 Mai - 31 Mai 2007
01 Apr - 30 Apr 2007
01 Mär - 31 Mär 2007
01 Feb - 28 Feb 2007
01 Jan - 31 Jan 2007
01 Dez - 31 Dez 2006
01 Nov - 30 Nov 2006
01 Okt - 31 Okt 2006
01 Sep - 30 Sep 2006
01 Aug - 31 Aug 2006
01 Jul - 31 Jul 2006
01 Jun - 30 Jun 2006
01 Mai - 31 Mai 2006
01 Apr - 30 Apr 2006
01 Mär - 31 Mär 2006
01 Feb - 28 Feb 2006
01 Jan - 31 Jan 2006
01 Dez - 31 Dez 2005
01 Nov - 30 Nov 2005
01 Okt - 31 Okt 2005
01 Sep - 30 Sep 2005
01 Aug - 31 Aug 2005
01 Jul - 31 Jul 2005
01 Jun - 30 Jun 2005
01 Mai - 31 Mai 2005
01 Apr - 30 Apr 2005
01 Mär - 31 Mär 2005
01 Feb - 28 Feb 2005
01 Jan - 31 Jan 2005
01 Dez - 31 Dez 2004
01 Nov - 30 Nov 2004
01 Okt - 31 Okt 2004
01 Sep - 30 Sep 2004
01 Aug - 31 Aug 2004
01 Jul - 31 Jul 2004
01 Jun - 30 Jun 2004
01 Mai - 31 Mai 2004
01 Apr - 30 Apr 2004
01 Mär - 31 Mär 2004
01 Feb - 29 Feb 2004
01 Jan - 31 Jan 2004
01 Dez - 31 Dez 2003
01 Nov - 30 Nov 2003
01 Okt - 31 Okt 2003
01 Sep - 30 Sep 2003
01 Jul - 31 Jul 2003
01 Jun - 30 Jun 2003
01 Mai - 31 Mai 2003
01 Apr - 30 Apr 2003
01 Mär - 31 Mär 2003



Catholicism Wow