Catholicism Wow Eine größere Sünde als häretisch zu sein, ist es, langweilig zu sein.

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07. Juli 2013  Von Glauben und Märchen Ein Standardvorwurf des ungebildeten Atheismus an uns lautet ja, wir würden grundsätzlich jeden Scheiß glauben. Da helfen dann auch Verweise auf große Denker und Wissenschaftler nicht weiter, weil von der anderen Seite die Aussage „Wissen rockt“ inhaltlich selbst gar nicht ernstgenommen wird.
Leider gibt es aber tatsächlich auch den Typ des merkbefreiten Gläubigen, der grundsätzlich auch das wildeste Märchen für wahr hält, wenn nur irgendwo im Text „Jesus“ respektive „Maria“ vorkommt.
Früher verbreiteten sich solche frommen Gerüchte mündlich und über kopierte Zettel, heute findet das dubiose Treiben auch in diesem Internet statt, von dem jetzt immer alle reden. Die entsprechenden Seiten sehen zwar aus, als seien sie 1998 designt worden, trotzdem verbreiten sich die dort regelmäßig ohne Quellenangaben verbreiteten Behauptungen dann auch über Mails und Foren weiter.
Neben der längst widerlegten Legende von den Jesuiten, die den Atombombenabwurf in Nagasaki überlebten, weil sie unter dem Schutzmantel der Gottesmutter standen (mehr dazu demnächst in meinem Artikel in der Zeitschrift für Paratheologie), gehört dazu auch das im deutschen Sprachraum herumgeisternde Heilig Geist-Gebet des seligen Johannes Paul II. Der Anfang entspricht mehr oder weniger dem Heilig Geist-Gebet des Pariser Kardinals Verdier, darauf folgen längere Ergänzung in teils holprigem Stil, deren Ursprung unbekannt ist. Als Quelle wird auf eine Äußerung Johannes Pauls verwiesen, er habe das als Kind von seinem Vater gelernte Gebet seither täglich gebetet. Der Text selbst ist dort aber nicht erwähnt.
Lange Rede, kurzer Sinn: der Text ist eine Fälschung. Ob es sich um einen Schabernack handelt, wie so mancher Wikipedia-Artikel oder eine Verwechslung, bleibt unklar.
Das tatsächliche Gebet jedenfalls ist in Polen wohlbekannt und wurde zumindest auch in Frankreich veröffentlicht. Seit kurzem ist es nun auch in einer deutschen Übersetzung erhältlich.

Heiliger Geist,
ich bitte dich um die Gabe der Weisheit,
um dich und deine göttliche Vollkommenheit besser zu verstehen.
Ich bitte dich um die Gabe der Einsicht,
um die Geheimnisse des Glaubens tiefer zu verstehen.
Gib mir die Gabe der Erkenntnis,
damit ich mein Leben nach den Grundsätzen des Glaubens führen kann.
Gib mir die Gabe des Rates,
damit ich in jeder Frage deinen Rat suchen und ihn immer in dir finden kann.
Gib mir die Gabe der Stärke,
damit mich keine irdischen Ängste und Sorgen von dir wegreißen können.
Gib mir die Gabe der Frömmigkeit,
damit ich deiner Größe immer mit kindlicher Liebe dienen kann.
Gib mir die Gabe der Gottesfurcht,
damit mich keine irdischen Ängste und Sorgen von dir wegreißen können.
Amen.


(Zitiert nach: Norbert Fink (Hg.), YOUCAT Kalender 2014, Augsburg 2013, 142)

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03. Juli 2013  Cartoon über Papst Franziskus Sehr gelungener Kurzcartoon über Papst Franziskus: in vier Minuten wird uns die Lebensgeschichte des Heiligen Vaters präsentiert. Schön gezeichnet, schön animiert. Die Synchronisation könnte für mein Empfinden noch etwas professioneller sein, aber dafür gibt es den Clip dann auch in 15 Sprachen.



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Credo Magazin

Seit Jahren geistert durch die mehr oder weniger katholische Publizistik die Idee eines "katholischen ADAC-Magazins", also quasi eines hochwertigen "Mitgliedermagazins", das allen Kirchensteuerzahlern zugesendet wird. In die Richtung ging auch das Projekt Cath, aus dem dann aber doch nichts wurde.
Peter Seewald und Bischof Hanke aus Eichstätt haben nun zum Jahr des Glaubens mit dem Magazin "Credo" bewiesen, daß es geht. Wenn man nur will. (Wer übrigens nicht wollte, ist der kircheneigene Weltbild-Verlag.) Das tatsächlich glaubenstreu und professionell produzierte Heft lag einigen Ausgaben der FAZ, der Zeit und der Süddeutschen bei. (Die Süddeutsche bedankte sich auch gleich mit einem gewohnt journalistischem Journalismus.)

Das ganze Heft ist auf credomagazin.de online und auch als pdf downloadbar. Wer es auf Papier in der Hand halten möchte, kann es kostenlos (gegen 2,50 Euro Versandkosten) beim fe-Verlag bestellen.

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